Mitglied werden
Kontakt aufnehmen

Pressemitteilung

Demokratie braucht Menschen, die sich kümmern: VKAD plädiert für dauerhafte Verankerung des Ehrentages

Pressemitteilung

Demokratie braucht Menschen, die sich kümmern: VKAD plädiert für dauerhafte Verankerung des Ehrentages

Berlin, 21. Mai 2026 | Der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) unterstützt den bundesweiten Ehrentag als sichtbares Zeichen für bürgerschaftliches Engagement und demokratischen Zusammenhalt. Der Ehrentag sollte nicht bei einem einmaligen Impuls bleiben, sondern dauerhaft mit der Wahl oder Wiederwahl der Bundespräsidentin beziehungsweise des Bundespräsidenten verbunden werden.

Demokratie wird im Alltag konkret
„Da kommt jemand regelmäßig zum Vorlesen, da begleitet jemand beim Spaziergang, da merkt jemand, wenn ein Mensch stiller wird“, erklärt Barbara Dietrich-Schleicher, Vorsitzende des VKAD. „Ein Ehrentag rund um die Wahl der Bundespräsidentin oder des Bundespräsidenten würde genau solchen Beiträgen die Aufmerksamkeit geben, die sie verdienen, denn Demokratie zeigt sich auch darin, ob wir füreinander Verantwortung übernehmen.“

Engagierte als Lotsinnen und Lotsen
In der Altenhilfe zeigt sich, wie sehr Ehrenamt Teilhabe ermöglicht und Einsamkeit lindert. Wichtig ist, dass ein dauerhaft verankerter Ehrentag bestehendes Engagement nicht überdeckt, sondern stärkt und würdigt. Bereits engagierte Menschen können an diesem Tag als Lotsinnen und Lotsen wirken, in dem sie Einblicke geben und andere dazu einladen, selbst aktiv zu werden.

Arbeitgeber können Engagement ermöglichen
Damit aus Interesse Engagement werden kann, braucht es Zeit. Deshalb sieht der VKAD auch Arbeitgeber in einer wichtigen Rolle. Wenn Unternehmen interessierten Mitarbeitenden ermöglichen, sich an diesem Tag unter Fortzahlung der Bezüge ehrenamtlich zu engagieren, entsteht ein breiter gesellschaftlicher Mitmachimpuls.

Damit dieser Impuls breit getragen werden kann, braucht es aus Sicht des VKAD verlässliche Rahmenbedingungen. Unternehmen und Organisationen, die Mitarbeitende für ehrenamtliches Engagement freistellen, sollten dabei unterstützt werden. Denkbar sind etwa steuerliche Anreize, zum Beispiel eine Absetzbarkeit der Lohnkosten für Freistellungstage oder eine pauschale Steuerermäßigung pro gewährtem Engagementtag.

„Viele Menschen würden sich gern engagieren, wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen. Anderen fehlt schlicht die Zeit“, so Dietrich-Schleicher. „Wenn Arbeitgeber an diesem Tag Freiräume schaffen, dann bleibt der Ehrentag kein Symbol, sondern wird zum Einstieg. Menschen können erleben, wie wertvoll Engagement ist, sei es in der Nachbarschaft, in Vereinen, in sozialen Einrichtungen und auch in Altenhilfe und Pflege.“


Anne Langer
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
030 28 44 47 855
anne.langer@caritas.de
Up To Date

Weitere Pressemitteilungen

Pflegereform: Die Tarifbremse ist weg, beim Sozialraumbudget bleibt der Haken

01.10.2026 | Die geplante pauschale Deckelung tariflicher Lohnsteigerungen ist vom Tisch. Das ist eine wichtige Korrektur, denn Pflegeeinrichtungen können vereinbarte Lohnsteigerungen nicht allein aus eigener Tasche finanzieren…. (mehr lesen)

Pflegereform: Träger zahlen höhere Tariflöhne, bleiben aber auf Kosten sitzen

29.09.2026 | Während die Koalition auf den letzten Metern vor dem Kabinettstermin noch um Grundsatzfragen der Pflegereform ringt, sind andere folgenschwere Pläne längst bekannt. Der bislang vorliegende Referentenentwurf sieht vor, die Refinanzierung steigender Tarifkosten für vier Jahre zu begrenzen. … (mehr lesen)

Arbeitsplatz vorhanden, Arbeitsbeginn blockiert. Lange Verfahren bremsen internationale Pflegekräfte

15.09.2026 | Fast jede vierte Pflegekraft in der ambulanten und stationären Pflege hat eine ausländische Staatsangehörigkeit. Trotzdem verzögern Visa, uneinheitliche Anerkennungsverfahren und behördliche Entscheidungen den Arbeits- oder Ausbildungsbeginn teils über Monate. Der VKAD fordert verbindliche Bearbeitungsfristen und eine zentrale digitale Steuerung. Die Caritas Altenhilfe Berlin berichtet aus der Praxis über die Folgen für Beschäftigte und Einrichtungen…. (mehr lesen)

Fast die Hälfte der Suizide betrifft Menschen ab 65: Altenhilfe muss Teil der nationalen Suizidprävention sein

09.09.2026 | Zum Welttag der Suizidprävention am 10. September fordert der VKAD, Pflegeeinrichtungen stärker in die nationale Suizidprävention einzubeziehen…. (mehr lesen)

Pflege digital entlasten – aber richtig: Verbändebündnis fordert mehr als eine Quote

26.08.2026 | • Verbändebündnis „Digitalisierung in der Pflege” begrüßt die im PNOG geplante Transformationsklausel (§ 113e SGB XI) als überfälligen Schritt • Klarstellung: Digitale und technische Lösungen ersetzen kein Pflegepersonal • Nachbesserungsbedarf bei Refinanzierung, Laufzeit, Anwendungsbreite und Gesamtsteuerung… (mehr lesen)

GeDIG weiterentwickeln: Verbändebündnis fordert klare Vision für digitale Versorgung

26.06.2026 | Das Bundesministerium für Gesundheit hat mit dem Referentenentwurf für das Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) weitreichende Maßnahmen zur digitalen Transformation des Gesundheitswesens vorgelegt. … (mehr lesen)

Digitalisierung – Bündnis fordert Nachschärfung der Pflegereform

18.06.2026 | Die geplante Pflegereform setzt wichtige Impulse bei der Digitalisierung. Allerdings gibt es erheblichen Nachbesserungsbedarf, insbesondere bei der nachhaltigen Finanzierung und der Gesamtstrategie…. (mehr lesen)

GKV-Gesetz darf ambulante Pflege nicht austrocknen

11.06.2026 | Der VKAD fordert Korrektur bei der geplanten Begrenzung der Finanzierung von Tariflöhnen in der ambulanten Versorgung…. (mehr lesen)

Pflege: Einschränkung der Tarif-Refinanzierung ist kein Zeichen des Vertrauens, sondern gefährdet die Versorgungssicherheit

05.06.2026 | Diakonie- und Caritasverbände kritisieren Referentenentwurf zur Pflegereform und warnen vor Versorgungslücken…. (mehr lesen)