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Positionierung

Internationale Pflegekräfte: VKAD fordert schnellere Verfahren und verlässliche Strukturen

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Internationale Pflegekräfte: VKAD fordert schnellere Verfahren und verlässliche Strukturen

Internationale Pflegekräfte und Auszubildende gehören längst zum Alltag in der Langzeitpflege. Damit mehr Menschen für die Pflege gewonnen werden und langfristig in Deutschland bleiben, braucht es jedoch verlässlichere Verfahren und bessere Rahmenbedingungen. Der VKAD legt dazu ein Forderungspapier zur Anwerbung, Integration und Bindung von Pflegekräften und Auszubildenden aus Drittstaaten vor.

Im Mittelpunkt stehen fünf Bereiche: schnellere und transparentere Anerkennungsverfahren, eine bundesweite digitale Work-and-Stay-Agentur, verlässliche Aufenthaltstitel und kürzere Visaverfahren, eine bessere Sprachförderung sowie die Refinanzierung von Anwerbung und Integration. Auch die Gewinnung internationaler Auszubildender soll stärker berücksichtigt werden.

Bei der Anerkennung ausländischer Pflegeabschlüsse schlägt der VKAD eine zentrale digitale Positivliste vor. Sie soll transparent ausweisen, welche Abschlüsse bereits als gleichwertig anerkannt werden und welche Anpassungsmaßnahmen noch erforderlich sind. Pflegekräfte mit mindestens dreijähriger beruflicher oder akademischer Ausbildung und den notwendigen Deutschkenntnissen sollen grundsätzlich schneller anerkannt werden können.

Von der geplanten bundesweiten Work-and-Stay-Agentur erwartet der VKAD durchgängig digitale Verfahren. Dokumente und Daten sollen nur einmal eingereicht werden müssen. Arbeitgeber, Pflegekräfte und Auszubildende sollen zudem jederzeit nachvollziehen können, wo ihr Verfahren steht, welche Fristen gelten und wer zuständig ist.

Auch bei Visa und Aufenthaltstiteln sieht der Verband Handlungsbedarf. Kurz laufende Aufenthaltstitel führen immer wieder zu zusätzlichen Verlängerungsverfahren. Für Vorabzustimmungen der Ausländerbehörden im beschleunigten Fachkräfteverfahren fordert der VKAD deshalb eine verbindliche Bearbeitungsfrist von drei Wochen. Freiwilligendienste wie FSJ und Bundesfreiwilligendienst sollen zudem stärker als Brücke in eine Pflegeausbildung genutzt werden können.

Integration endet für den VKAD nicht mit der Einreise. Sprachförderung, Schulsozialarbeit und ausbildungsunterstützende Angebote müssen verlässlich finanziert werden. Gleichzeitig sollen Anwerbe- und Integrationskosten für internationale Auszubildende künftig ebenso berücksichtigt werden wie bei Pflegefachkräften. Auch fehlender bezahlbarer Wohnraum darf nicht zum Hindernis für Ausbildung und Beschäftigung werden.

Faire Anwerbung bleibt dabei die Grundlage. Der VKAD unterstützt das Gütezeichen „Faire Anwerbung Pflege Deutschland“ und spricht sich dafür aus, es auch auf Auszubildende aus Drittstaaten auszuweiten. Ziel sind Strukturen, die nicht nur die Anwerbung erleichtern, sondern auch dafür sorgen, dass internationale Mitarbeitende langfristig in der Pflege arbeiten und in Deutschland eine Perspektive entwickeln können.

 


Download

Das vollständige Forderungspapier „Anwerbung, Integration und Bindung internationaler Pflegekräfte und Auszubildender aus Drittstaaten“ steht hier zum Download bereit.

VKAD_Papier_Einwanderung_Pflegekraefte PDF | 0.84 MB
Andreas Wedeking
Geschäftsführer VKAD
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