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Pressemitteilung

Pflegeeinrichtungen massiv unter Druck: VKAD fordert Bürokratieabbau

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Pflegeeinrichtungen massiv unter Druck: VKAD fordert Bürokratieabbau

Überbordende bürokratische Prozesse belasten zunehmend die Pflege in Deutschland. Immer mehr stationäre Pflegeheime und ambulante Dienste kämpfen mit den wirtschaftlichen Folgen. Der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) mahnt an, Hindernisse in der neuen Legislatur konsequent abzubauen.

Berlin, 4. Februar 2025 | 57 Prozent der stationären Pflegeeinrichtungen und 61 Prozent der ambulanten Dienste schätzen ihre wirtschaftliche Situation als instabil ein. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des VKAD. Angesichts der steigenden Nachfrage nach pflegerischer Hilfe eine gefährliche Schieflage. Andreas Wedeking, Geschäftsführer des VKAD: „Die Ampelregierung hat in Sachen Pflegepolitik wenig erreicht. Dass nicht einmal das Pflegekompetenzgesetz den Bundestag passiert hat, ist ein echter Rückschlag. Die kommende Bundesregierung muss das Politikfeld endlich aktiv besetzen.“

Bürokratie abbauen, Verfahren beschleunigen

Zu den wesentlichen Aufgaben in der Pflege zählen Bürokratieabbau und Verfahrensbeschleunigung. So sagen im stationären Bereich 25 Prozent der befragten Träger, dass von den Sozialämtern unbeglichene Rechnungen ihre wirtschaftliche Situation stark beeinträchtigen. Fast 60 Prozent der Träger beklagen, dass die gesetzlich vorgegebene Bearbeitungsfrist von sechs Wochen für das Unterschriftenverfahren nach Abschluss der Pflegesatzverhandlungen regelmäßig überschritten wird – die Hälfte der Betroffenen wartet über drei Monate, 17 Prozent sogar über neun Monate und länger. In dieser Zeit sind die Einrichtungen gezwungen, laufende Kosten vorzufinanzieren. Andreas Wedeking: „Die Pflegeeinrichtungen werden durch langwierige Verfahren und ineffiziente Prozesse regelrecht ausgebremst – bis an die finanzielle Belastungsgrenze. Das Problem ist bekannt. Die Politik muss endlich handeln.“

Fachkräftemangel wird zusätzlich verschärft

Bürokratie und Verfahrensdauern verschärfen zudem das drängende Thema des Fachkräftemangels. Klar ist: Nur gut ausgelastete Einrichtungen können wirtschaftlich arbeiten. Umso problematischer: Fast die Hälfte der stationären Einrichtungen gibt an, dass sich Anerkennungsverfahren von Fachkräften aus Drittstaaten über neun Monate und länger ziehen. „Die qualifizierten Fachkräfte stehen bereit, aber wir können sie aufgrund der langwierigen Anerkennungsverfahren nicht einsetzen. Das ist ein massiver Bremsklotz für die Versorgungssicherheit“, kritisiert Wedeking.

Auch der ambulante Bereich leidet unter den schleppenden Anerkennungsverfahren. Neben dem Personalmangel belasten insbesondere die weiten Wege in ländlichen Regionen und steigende Kosten, etwa im Fuhrpark, die wirtschaftliche Situation. Ein Risikozuschlag für stabiles Wirtschaften könnte hier erste Abhilfe schaffen. Die konsequente Umsetzung digitaler Lösungen ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Entlastung der ambulanten Pflege.

Mit Blick auf die neue Legislatur macht der VKAD konkrete Vorschläge, um die Rahmenbedingungen für Träger der Pflege zu verbessern. Die pflegepolitischen Forderungen sind abrufbar unter: VKAD_Pflegepolitische_Forderungen_2025.pdf

„Caritas öffnet Türen“: Versorgung für alle sicherstellen

Als Fachverband des Deutschen Caritasverbandes unterstützt der VKAD die Kampagne „Caritas öffnet Türen“, die auf die Bedeutung offener und zugänglicher Versorgung hinweist. „Wir wollen, dass unsere Türen offenbleiben – für alle Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind“, erklärt Wedeking. „Die Politik muss jetzt die Weichen stellen, um die Versorgung nachhaltig zu sichern.“

Downloads

Umfrageergebnisse_Wirtschaftliche_Situation_Zusammenfassung PDF | 0.26 MB
Andreas_Wedeking_Portrait JPEG | 0.19 MB
VKAD_Pflegepolitische_Forderungen_2025 PDF | 1.08 MB

Anne Langer
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
030 28 44 47 855
anne.langer@caritas.de
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