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Stand: 25.06.2018

Pressemitteilung

113 Seiten Zukunft für die Pflege

praktische Übungssituation

Ohne sich von diesem wichtigen und zukunftsweisenden Ziel abbringen zu lassen, wurden die vielfältigen Eingaben und auch die verschiedenen Einwände und Bedenken aufgenommen und einer Lösung zugeführt.", so kommentierte Dr. Hanno Heil,  Vorsitzender des Verbandes katholischer Altenhilfe in Deutschland e. V. (VKAD), den aktuellen Gesetzesentwurf.

Der Verband begrüße insbesondere, dass die Ausbildungszahlen im Bundesgesetz nicht gedeckelt sind und die Schulgeldfreiheit für die Auszubildenden jetzt bundesweit festgeschrieben wird, führt Heil weiter aus. Erhalten bleibt auch der zunächst befristete Zugang zum Pflegeberuf für Absolventen, die über einen erfolgreichen Abschluss einer 10-jährigen allgemeinen Schulbildung verfügen.  Dies seien angesichts des Fachkräftemangels in der Pflege ermutigende Signale.

Die Vielfalt der Schulen und auch gewachsene dezentrale Strukturen sollen durch das neue Gesetz offensichtlich erhalten bleiben. Ergänzend eröffnet das Gesetz auch die Möglichkeit, über Strukturverträge individuelle regionale Lösungen zu finden. Den Schulen wird sinnvollerweise die Gesamtverantwortung für die Ausbildung zugeschrieben. Der schlüssige Gedanke des Gesetzesentwurfes, dass der einrichtungsbezogene Ausbildungsplan dem schulischen Lehrplan folgt, belegt dies. Damit ist, so Heil, eine förderliche Grundstruktur der Ausbildung abgebildet. Als positiv bewertet der Verband die Festschreibung von definierten Zeitkontingenten für die Praxisanleitung, die für den Ausbildungserfolg eine wichtige Rolle spielt.  Nach dem Gesetzentwurf soll der überwiegende Teil der Praxiseinsätze beim Träger der praktischen Ausbildung erfolgen.

Für hilfreich hält der Verband die umfangreichen Bestandschutzregeln für das Lehrpersonal der bestehenden Schulen. Was die Einführung des Gesetzes betrifft, so ermöglichen Phasen des Überganges, der Einführung und der dauerhaften Implementierung ausreichend Zeit für eine bedachte Umsetzung in den jeweiligen Bundesländern.

Die Bundesregierung zeige mit dem vorgelegten Entwurf, so Heil, dass sie die seit Jahrzehnten geplante Ausbildungsreform der Pflegeberufe nicht totreden lassen, sondern konsequent zum Ziel führen wolle. Der VKAD werde diese Reform weiterhin mit konstruktiver Kritik und Aufmerksamkeit begleiten und die Umsetzung in seinen Einrichtungen und Diensten fördern.<

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113 Seiten Zukunft für die Pflege

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