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Stand: 25.06.2018

Pressemitteilung

Die gemeinsame Ausbildung für den Pflegeberuf voranbringen

 

Stellungnahme der Schulkonferenz des VKAD zum Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD

"Die gemeinsame Ausbildung für den Pflegeberuf voranbringen"

Pflegerin beim Blutdruckmessen

Freiburg, 28.11.2013.
Wir begrüßen, dass die Koalitionspartner in der kommenden Legislaturperiode ein neues Pflegeberufegesetz schaffen wollen, das auf ein einheitliches Berufsbild der Pflege hinzielt.

Nicht der Wechsel zwischen den Berufen, sondern der Wechsel zwischen den Einsatzorten der Pflegenden, dem Krankenhaus, der stationären und der ambulanten Pflege muss im Mittelpunkt einer Reform der Pflegeausbildung stehen. Dazu ist eine gemeinsame Ausbildung erforderlich, die einen Berufsabschluss verleiht, der für die Pflegearbeit in unterschiedlichen  Sektoren des Gesundheitswesens befähigt. Unterschiedliche Berufsabschlüsse der Pflegenden haben in der Vergangenheit diese Durchlässigkeit sowohl innerhalb Deutschlands als auch im internationalen Bereich behindert. Wir erwarten, dass dieser Sonderweg der deutschen Pflegeausbildungen mit der anstehenden Reform beendet wird.
Im Sinne des lebenslangen Lernens sind auf der grundständigen Pflegeausbildung aufbauend modulare Spezialisierungen erforderlich, die weitere Kenntnisse beispielsweise in der geriatrischen, pädiatrischen oder psychiatrischen Pflege vermitteln. Die gesamte Aus- und Weiterbildung der Pflegenden muss im Sinne des Deutschen Qualifikationsrahmens modular aufgebaut und offen für Wechsel in den Hochschulbereich gestaltet werden

Wir begrüßen die Stärkung der Ausbildungsangebote an den staatlich anerkannten Berufsfachschulen unterschiedlicher Träger. Sie ermöglichen eine enge Verzahnung von praktischen und theoretischen Elementen der Pflegeausbildung.  Ebenso begrüßen wir eine gerechte, einheitliche und gemeinsam finanzierte Pflegeausbildung, die von den Ländern weiterhin mitgetragen wird. Das bedeutet für uns eine den Anforderungen entsprechende auskömmliche Schulfinanzierung ebenso wie die  Refinanzierung der praktischen Ausbildung. Die Ausbildung muss für jeden Auszubildenden kostenfrei sein und die Auszubildenden müssen auskömmlich vergütet werden.
Das Ziel, einer verbindlichen und langfristigen Regelung zur vollständigen Finanzierung der Ausbildungskosten bei Umschulungsmaßnahmen durch den Bund und die Länder sollte die neue Bundesregierung konsequent verfolgen. Es sichert einen wichtigen Zugang zum Pflegeberuf.

Die vom 27.-29.11.2013 in Regensburg tagende Schulkonferenz des VKAD ist das jährliche Informations- und Vernetzungstreffen der  Leitungen der im VKAD vertretenen  71 Pflegeschulen. Dort werden derzeit ca. 9.000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Im Fachteil der Tagung wurden u.a. erfolgreiche Modelle einer gemeinsamen Pflegeausbildung (Zusammenführung der Alten-, Kranken-, und Kinderkrankenpflegeausbildungen) vorgestellt und diskutiert.