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Stand: 25.06.2018

Pressemitteilung

Ende der sittenwidrigen Ausbeutung in Sicht - Mindestlohn schafft Perspektive für Pflegekräfte

Freiburg. 25.03.2010. Die Beschäftigten in der Pflegebranche sind hohen körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt und übernehmen Verantwortung für alte und kranke Menschen. Trotzdem verdienen Pflegekräfte in Deutschland seit Jahren immer weniger, etwa ein Drittel arbeitet nach einer Untersuchung des Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) für sittenwidrige Löhne. Das betrifft vor allem Beschäftigte privater Anbieter.

„Lohndumping beschädigt die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Altenpflege und erschwert es, Auszubildende für dieses wichtige Berufsfeld zu interessieren“, sagt VKAD Geschäftsführer Andreas Leimpek-Mohler. „Die angemessene tarifliche Entlohnung ist unverzichtbar, um das dringend benötigte Personal zu gewinnen und zu halten.“

Deshalb begrüßt der VKAD, Fachverband katholischer Einrichtungen der Altenhilfe und ambulanten Pflege, die Entscheidung der vom Bundestag eingerichteten Kommission, die Pflegedienste in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz aufzunehmen. Damit können verbindliche Lohnuntergrenzen für die 565.000 Beschäftigten der Branche festgelegt werden. Die kirchlichen Wohlfahrtsverbände als die größten Arbeitgeber in der Altenpflege hatten sich seit langem für einen Mindestlohn eingesetzt.

Der nun festgelegte Mindestlohn in Höhe von 9  Euro (West) und 8 Euro (Ost), der in drei Stufen erreicht wird, ist allerdings kein Garant für angemessene Entlohnung und ersetzt nicht die Vereinbarung leistungsgerechter Vergütungen. „Aber er bestimmt zumindest eine verbindliche Lohnuntergrenze“, so Leimpek-Mohler, „und wird damit der weiteren sittenwidrigen Ausbeutung von Pflegekräften einen Riegel vorschieben.“

Kontakt:
Andreas Leimpek-Mohler, Geschäftsführer VKAD
Karlstr. 40, 79104 Freiburg
Tel. 0761/200-460
E-mail: Andreas.Leimpek-Mohler@caritas.de