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Stand: 07.01.2015

Pressemitteilung

Pro Pflegereform! VKAD unterstützt die Forderungen für mehr Bedarfs- und Verteilungsgerechtigkeit

Geldnoten auf denen als Buchstabenpuzzele das Wort Pflegekosten steht

"Es gibt viele gute Gründe sich der Initiative Pro Pflegereform anzuschließen", betont der VKAD Vorsitzende Dr. Hanno Heil anlässlich des heute vorgestellten Gutachtens von Prof. Dr. Rothgang. Das Gutachten "Alternative Ausgestaltung der Pflegeversicherung - Abbau der Sektorengrenzen und bedarfsgerechte Leistungsstruktur" wurde von der Initiative Pro Pflegereform beauftragt, der sich auch der VKAD angeschlossen hat.

Die Forderung nach einer systemgerechten Finanzierung der Behandlungspflege in stationären Pflegeeinrichtungen ist für den VKAD ein wesentlicher Grund, sich der Initiative Pro Pflegreform anzuschließen. Zu Beginn dieses Monats hat unser Verband den Forschungsbericht "Medizinische Behandlungspflege - Erhebung des Bedarfs beim Übergang in die stationäre Altenpflege" veröffentlicht. Hierzu erläutert Heil, dass seit Einführung der Pflegeversicherung die Vergütung der Behandlungspflege im stationären Bereich ungerecht zulasten der Versicherten und der Einrichtungen geregelt ist.
Die VKAD Erhebung stützt sich auf die Addition der Leistungen im letzten Abrechnungsmonat in der ambulanten Pflege und kommt zu interessanten Ergebnissen. Gegenüber dem Zeitpunkt vor dem Umzug ins Pflegeheim sparen die Krankenkassen derzeit ca. 3 Milliarden € jährlich zulasten der versicherten Bewohner/-innen und zulasten der Einrichtungen ein. De facto zahlen die Bewohner/-innen in ihrem Eigenanteil Leistungen, die sie als ambulant Versorgte kostenfrei erhalten würden. Das heißt, ein Teil der Höhe des Eigenanteils entsteht aus einem Systemfehler, der die Rechte der behandlungspflegerisch versorgten Bewohner/-innen verletzt.

Aber auch den Einrichtungen werden auf diese Weise seit mehr als zwei Jahrzehnten Mittel vorenthalten, die sie für eine sachgerechte Versorgung ihrer Bewohner/-innen benötigen. Vor diesem Hintergrund konstatiert Heil gegenüber den Verantwortlichen dringenden Handlungsbedarf.

Durch die Reformvorschläge der vorgestellten Initiative Pro Pflegereform würde die unangemessene Barriere zwischen ambulanter und stationärer Versorgung gänzlich obsolet. Die oben genannte Gerechtigkeitslücke wäre geschlossen. Ein nicht unerheblicher Teil der dem System Pflege zustehenden Mittel ist bereits durch unsere Studie identifiziert. "Die Bedarfs- und Verteilungsgerechtigkeit muss gegenüber dem bisherigen System noch deutlich erhöht werden. Deshalb Pro Pflegereform!" so Heils Forderung am Ende seines Statements.

 

Publikationsverweis

Die vom Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V. herausgegebene Studie "Medizinische Behandlungspflege - Erhebung des Bedarfs beim Übergang in die stationäre Altenpflege" ist zum Preis von 15.- Euro über die Geschäftsstelle des VKAD oder über den Buchhandel unter ISBN 978-3-939224-02-0 zu beziehen.

 

Die Pressemitteilung 5/2017 können Sie am Ende des Textes als Datei herunterladen.

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PM: Pro Pflegereform_5/2017