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Stand: 25.06.2018

Pressemitteilung

Verbesserungen in der Pflege durch ein besseres Prüfsystem unterstützen!

farbige Skala mit Symbolen

Besonders anerkennenswert seien diese Erfolge angesichts des vielerorts spürbaren Fachkräftemangels, hoher bürokratischer Anforderungen und  struktureller Finanzierungslücken.

Trotz dieser widrigen Rahmenbedingungen die Qualität der Pflege zu erhöhen sei nur mit fachlich qualifiziertem und hoch motiviertem Personal möglich. Die tarifliche Bezahlung der Mitarbeitenden gehöre auch deshalb zum Selbstverständnis der Caritas. Umso wichtiger sei es, so Heil, dass die tarifliche Bezahlung auch in den Entgeltverhandlungen durchgängig als wirtschaftlich anerkannt werde. Heil erinnert in diesem Zusammenhang an eine Petition mit der fast 60.000 Menschen vor Weihnachten die gesetzliche Absicherung von Tariflöhnen in der ambulanten Pflege gefordert hatten: "Es geht nicht, dass in Entgeltverhandlungen von  Kassenvertretern tarifliche Entlohnung als nicht wirtschaftlich bezeichnet wird und ihre Refinanzierung mit Verweis auf die Beitragssatzstabilität abgelehnt wird. Wir brauchen Fachlichkeit und wir müssen sie auch entsprechend vergüten."

Wenn im 5. Sozialgesetzbuch die Anerkennung tariflicher Entlohnung gesetzlich verankert wird, wie es der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V. (VKAD) von der Politik noch in dieser Legislaturperiode erwartet, dürfte sich die wirtschaftliche Situation der ambulanten Pflege etwas entspannen.

Trotz der aufgezeigten Verbesserungen stellt der VKAD das der  Prüfung zugrunde liegende Messinstrument in Frage. Derzeit wird deren Schwerpunkt darauf gelegt, ob eine bestimmte Maßnahme ergriffen und dokumentiert wurde. Zu welchem Ergebnis diese geführt hat, wird jedoch nicht ausreichend berücksichtigt. Darüber hinaus werden im heutigen System nur Stichproben genommen.

Demgegenüber arbeiten bereits zahlreiche Einrichtungen des VKAD  mit einem  auf wissenschaftlich anerkannten Indikatoren beruhenden Prüfsystem, das alle Pflegebedürftigen erfasst und welches mit dem internen Qualitätsmanagements gekoppelt ist.  Dieses System schafft mehr Transparenz und Sicherheit und ist auch mit externen Prüfungen verknüpfbar. Es ermöglicht den pflegebedürftige Menschen und ihren Angehörigen eine bessere Möglichkeit, die Einrichtungen miteinander vergleichen.

Entwickelt wurde dieses Instrument  im Rahmen des Projektes "Entwicklung und Erprobung von Instrumenten zur Beurteilung der Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe" der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. (BAGFW). In der Caritas fand die Erprobung und Weiterentwicklung in den Diözesanverbänden Münster und Köln statt. Der VKAD fordert, dieses Instrument zügig  bundesweit einzuführen.

Zum „4. Pflege-Qualitätsbericht des MDS nach § 114 a Abs. 6 SGB XI“ gelangen Sie über: http://www.mds-ev.de/Qualitaetsbericht%20des%20MDS.htm

 

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Verbesserungen in der Pflege durch ein besseres Prüfsystem unterstützen!

Pressemitteilung vom 14. Januar 2015