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Stand: 25.06.2018

Pressemitteilung

VKAD begrüßt die Einführung der Generalistik

Auszubildende mit Anleiterin bei Dokumentation

Dasselbe Ziel verfolgt der Verband Katholischer Altenhilfe Deutschlands (VKAD), der sich gemeinsam mit dem Deutschen Caritasverband seit vielen Jahren für die Reform der Pflegeausbildung stark gemacht hat.

Zum 1. Januar 2020 startet nun die generalistische Pflegeausbildung. Mit dem Abschluss "Pflegefachfrau bzw. -mann" wird es keinen Unterschied mehr geben zwischen Alten-, Kranken- oder Kinderkrankenpflege. Eine solch einschneidende Reform ist nicht einfach umzusetzen, das ist klar. Gerade in der Anfangsphase wird es noch die eine oder andere Schwierigkeit geben. "Doch daran darf und wird die Ausbildungsreform nicht scheitern", meint Stefanie Schricker, Leiterin des Caritas Alten- und Pflegeheims in Neustadt an der Waldnaab. "Damit die neue Pflegeausbildung gelingt, bedarf es einer gut durchdachten, aufeinander abgestimmten und trägerübergreifenden Einsatzplanung und eines fundierten praktischen Ausbildungsplanes",
so Schricker. Bei einem Engpass in den pädiatrischen Einsätzen könnten
z. B. heilpädagogische Einrichtungen Alternativen zur Kinderklinik sein. Am wichtigsten sind für sie hochmotivierte ausgebildete Praxisanleiter, aber auch alle anderen Pflegekräfte, die sich ernsthaft für eine gute Ausbildung ihrer künftigen Kollegen/-innen interessieren. In Schrickers regionalem Umfeld sind die Träger auf die neue Zeitrechnung eingestellt. Unterstützt werden sie dabei von der übergeordneten Praxisanleiterin ihres Trägers, des Diözesan-Caritasverbandes Regensburg.
Eva-Maria Güthoff, Vorsitzende des VKAD ist überzeugt: "Die Pflegekräfte von morgen dürfen sich auf eine vielseitige Ausbildung freuen, die die Durchlässigkeit in verschiedenste Arbeitsfelder zulässt."

Für die Langzeitpflege ist die neue Ausbildung ein Gewinn. So profitiert
z. B. die Pflegeberatung in der häuslichen Hilfe, dem größten Pflegesetting Deutschlands. Über drei Viertel (2,6 Millionen) aller Pflegebedürftigen werden
zu Hause betreut und sind auf eine professionelle Pflegeberatung angewiesen, die fundierte medizinisch-pflegerische Kenntnisse beinhaltet.

Umgekehrt gewinnt auch die Akutpflege: Bei einem übergreifenden Praxisanleiter-Treffen am Regensburger PflegeCampus waren vor allem die Krankenhausprofis beeindruckt davon, wie ihre Kollegen/-innen in der Langzeitpflege mit Herausforderungen wie Demenz oder der heterogenen Alltagshygiene in Privathaushalten umgehen. Ein Lerneffekt auf beiden Seiten, genau das ist der Gewinn des neuen generalistischen Pflegeberufs.

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