VKAD beim Deutschen Pflegetag 2025
Rückblick
Der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V. (VKAD) hat in diesem Jahr zum zweiten Mal am Deutschen Pflegetag teilgenommen und dort die Interessen und fachlichen Positionen katholischer Träger der Langzeitpflege vertreten. Gemeinsam mit Mitgliedsträgern brachte der VKAD konkrete Praxisbeispiele und fachliche Impulse in das Programm des Forums Altenhilfe ein. Kooperationspartner war erneut die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW).
Der Deutsche Pflegetag ist eines der größten Branchenevents. Bis zu 10.000 Teilnehmende aus Pflegepraxis, Politik, Verbänden und Wirtschaft diskutieren jährlich auf dem Berliner Messegelände Entwicklungen des Berufsbildes und Lösungen für aktuelle Herausforderungen.
Gemeinsamer Auftritt im Ausstellerbereich
Erstmals präsentierte sich der VKAD gemeinsam mit insgesamt fünf Trägern an einem Gemeinschaftsstand. Zwischen zahlreichen Ausstellern – darunter viele Unternehmen, Dienstleister und Branchenakteure – zeigte der Fachverband gemeinsam mit seinen Mitgliedern die Breite und Stärke der freien Wohlfahrtspflege.
Am Stand beteiligt waren:
Caritasverbände Paderborn und Olpe, Stiftung Liebenau, IN VIA Akademie Paderborn, BBT-Gruppe und der Verbund katholischer Altenhilfe Paderborn.
Der gemeinsame Stand erwies sich als wertvoller Ort für Austausch, Vernetzung und fachliche Gespräche. Viele interessierte Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, sich über Projekte aus der Praxis zu informieren – von Caring Communities über ethische Fragestellungen des Lebens im Alter bis hin zu innovativen Wohn- und Unterstützungsformen. Nicht zuletzt für das verbandliche Netzwerken war der gemeinsame Auftritt ein Gewinn.
VKAD-Podien im Forum Altenhilfe: Praxis und Fachlichkeit aus erster Hand
Auch inhaltlich war der VKAD stark vertreten: Vier Podien im Forum Altenhilfe wurden mitgestaltet. Fach- und Führungskräfte aus Mitgliedseinrichtungen berichteten direkt aus ihrer Praxis – darunter auch alle drei Preisträger des VKAD-Innovationspreises 2025. Die Vielfalt der vorgestellten Projekte zeigte, wie katholische Träger Pflegepraxis weiterentwickeln und neue Wege gehen.
Vielfalt in der Pflege – „Altenpflege meets Realität“
Im Symposium „Bunt und vielfältig: Altenpflege meets Realität“ stellten Andrea Konkel (Caritasverband Düsseldorf e.V., Offene Soziale Altenarbeit) und Winfried Schönauer (Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH) ihre Ansätze vor.
Andrea Konkel präsentierte das Projekt „Bleib Du!“ – Treff für schwule Männer mit Demenz. Sie schilderte, wie ihr Team sich zu Fragen sexueller und geschlechtlicher Vielfalt weitergebildet und die Zusammenarbeit mit der Community in Düsseldorf ausgebaut hat – etwa durch Peer-to-Peer-Angebote. Ein weiteres Angebot für lesbische Frauen befindet sich im Aufbau.
Winfried Schönauer erläuterte das Konzept seines Trägers zur Gewinnung und Integration internationaler Fachkräfte. Er zeigte auf, wie Integration gelingen kann, wo Herausforderungen bestehen – etwa bei Behördenverfahren oder der Wohnungssuche – und welche Unterstützungssysteme eingerichtet wurden, darunter Integrationsmanagerinnen und eine dedizierte Stelle für die Wohnraumbeschaffung.
Arbeitsbedingungen weiterdenken
Das Symposium „Von gesunder Tradition bis innovativer Weiterentwicklung – Arbeitsbedingungen im Fokus“ wurde mit mehreren Mitgliedereinrichtungen gestaltet:
- – Janina Müller (Pflegegesellschaft St. Martin Trier gGmbH) stellte die Caring Community im Haus Daniel in Hetzerath vor – Preisträger des VKAD-Innovationspreises 2025.
- – Mirielle Röttger und Dirk Schürmann (Caritas Olpe) gaben Einblicke in die integrierte Pflegebegleitung, ebenfalls ausgezeichnet.
- – Belinda Montag-Dethe (KAPHE Katholische Altenpflegeheime Eichsfeld gGmbH) erläuterte das Modell der eigenständigen Dienstplangestaltung, das Beschäftigte aktiv in die Gestaltung ihrer Arbeitsbedingungen einbindet.
Das Podium zeigte, wie breit die Bandbreite an innovativen Entwicklungen in Mitgliedseinrichtungen ist – von gemeinschaftsorientierten Versorgungsmodellen bis hin zu neuen Organisationsmodelle für Mitarbeitende.
Qualitätsprüfungen neu denken
Unter dem Titel „Qualitätsprüfungen neu denken – vom Optimierungspotenzial einer zwingenden Notwendigkeit“ diskutierte der VKAD erstmals gemeinsam mit dem GKV-Spitzenverband und dem Medizinischen Dienst über notwendige Weiterentwicklungen.
Auf dem Podium vertreten waren:
- – Dr. Antje Schwinger, GKV-Spitzenverband
- – Birgit Waldau, MD Westfalen-Lippe
- – Andreas Wedeking, Geschäftsführer VKAD
Im Fokus standen Belastungen durch kurzfristige Prüfankündigungen, strukturelle Herausforderungen sowie die Frage, wie Prüfprozesse zielgerichteter und praxistauglicher ausgestaltet werden können. Die Debatte verdeutlichte, dass es auf die Zusammenarbeit aller Beteiligten ankommt und auf die Einbringung praktischer Erfahrungen aus den Einrichtungen.
Der gemeinsame Auftritt unter dem Dach des VKAD machte sichtbar, welchen Beitrag katholische Träger für eine qualitätsorientierte und verlässliche Pflege leisten.
Dank an alle Beteiligten
Der VKAD dankt allen Mitgliedern, Referent:innen sowie Unterstützenden, die sich im Rahmen des Deutschen Pflegetags 2025 engagiert haben.
Wenn Sie als Mitglied Interesse an einer Beteiligung im kommenden Jahr haben, melden Sie sich gerne bei Andreas Wedeking in der VKAD-Geschäftsstelle: andreas.wedeking@caritas.de.
Veranstalter
10117 Berlin
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