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Pressemitteilung

Trotz Ampel-Bruch: Pflege jetzt nicht hängen lassen

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Trotz Ampel-Bruch: Pflege jetzt nicht hängen lassen

Der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) mahnt eindringlich, die geplanten Gesetzesvorhaben zur Pflege trotz des Bruchs der Ampelkoalition umzusetzen. Dazu zählen das Pflegekompetenzgesetz und das Pflegefachassistenzgesetz. Eine Verschiebung wäre ein bitteres Signal für die Pflegebranche.

Berlin, 18.11.2024 | „Die Pflege steht unter großem Druck. Es wäre fatal, die wichtigen Gesetze auf die nächste Legislaturperiode mit ungewissen Mehrheiten zu verschieben“, betont Barbara Dietrich-Schleicher, Vorsitzende des VKAD. Der VKAD ruft die Abgeordneten der demokratischen Parteien dazu auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und die Reformen über Parteiinteressen hinweg jetzt voranzutreiben.

Pflegekompetenzgesetz: Entscheidender Schritt zur Stärkung der Profession

Das Pflegekompetenzgesetz stärkt die Rolle von Pflegefachkräften, indem es ihnen erweiterte Entscheidungsbefugnisse in der Praxis einräumt. So können sie beispielsweise bei der Versorgung von Diabetes, Demenz oder Wundbehandlungen eigenständiger agieren. Gleichzeitig sichert das Gesetz die leistungsrechtliche Verankerung der pflegerischen Vorbehaltsaufgaben.

Bürokratie kann reduziert werden, etwa durch die Möglichkeit, dass Pflegekräfte eigenständig Pflegehilfsmittel empfehlen oder im Verordnungsmanagement der häuslichen Krankenpflege aktiv werden. Das Gesetz ist neben weiteren Maßnahmen ein wichtiger Schritt, um die Pflegequalität langfristig zu sichern und den Beruf attraktiver zu gestalten – gerade angesichts des demografischen Wandels.

Pflegeassistenzgesetz: Einheitliche Standards statt Flickenteppich

Das Pflegefachassistenzgesetz ersetzt die 27 unterschiedlichen länderspezifischen Ausbildungen durch ein bundesweit einheitliches System. Qualifizierte Pflegeassistenzkräfte werden unverzichtbar, um einen kompetenzbasierten Personalmix sicherzustellen. Die geplante 18-monatige Ausbildung erleichtert zudem die Anerkennung ausländischer Abschlüsse und schafft Anschlussmöglichkeiten für eine weiterführende Pflegefachausbildung.

Für Träger der Langzeitpflege bietet das Gesetz klare Vorteile: Es erleichtert die Gewinnung und Bindung von Assistenzkräften, indem Berufserfahrung angerechnet wird, der Wechsel zwischen Ausbildungen vereinfacht und bestehende Helferausbildungen anerkannt bleiben.

Pragmatische Entscheidungen im Sinne der Versorgung sind gefragt

„Die Pflege darf politischen Machtkämpfen nicht zum Opfer fallen. Beide Gesetzesvorhaben sind unerlässlich, um die Pflege zukunftssicher und attraktiv zu gestalten. Die Politik muss diese Reformen zügig verabschieden. Jetzt sind pragmatische Entscheidungen im Sinne der Versorgung gefragt“, so Dietrich-Schleicher.

Zum VKAD

Der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V. (VKAD) vereint rund 500 Träger der katholischen Langzeitpflege in Deutschland. Dahinter stehen mehr als 2.200 Einrichtungen und Dienste mit rund 100.000 Mitarbeitenden, die täglich fast 360.000 pflegebedürftige Menschen versorgen. Der bundesweit tätige Fachverband innerhalb des Deutschen Caritasverbandes vertritt die Interessen seiner Mitglieder durch politische Lobbyarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und fachliche Expertise.

 


Anne Langer
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
030 28 44 47 855
anne.langer@caritas.de
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