VKAD fordert gesetzliche Finanzierung der Palliativversorgung in Pflegeheimen
VKAD fordert gesetzliche Finanzierung der Palliativversorgung in Pflegeheimen
Zum Welttag der Suizidprävention drängt der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) auf eine feste Finanzierung der Palliativversorgung in Pflegeheimen. Pflegefachkräfte sollen mehr Zeit und Ressourcen für die Begleitung in der letzten Lebensphase erhalten.
Berlin, 9. September 2024 | Pflegeheime sind Orte des Lebens bis zum Schluss. Das Pflegepersonal betreut hochbetagte und schwerkranke Menschen und setzt alles daran, ihre Lebensqualität bis zuletzt zu sichern. Viele Bewohner:innen von Pflegeheimen verspüren nachvollziehbare Ängste in ihrer letzten Lebensphase, manchmal kommt es vor, dass Gedanken zum assistierten Suizid geäußert werden. Geschultes Pflegepersonal kann auf diese Ängste eingehen. Die Sicherheit, qualifizierte Palliativversorgung im Pflegeheim zu erhalten, kann dazu beitragen, dass der Wunsch nach assistiertem Suizid nicht wächst.
Dazu Barbara Dietrich-Schleicher, Vorsitzende des Verbandes katholischer Altenhilfe in Deutschland: „Eine würdevolle, auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtete Pflege ist essenziell und geht nicht nebenher. Dafür sind besondere Betreuung und ausreichend zeitliche Ressourcen notwendig.“
Refinanzierung durch die Krankenkassen
Um die Betreuung in der Sterbephase individueller gestalten zu können, fordert der VKAD für Pflegeheime eine Finanzierung durch die Krankenversicherung, wie es in Hospizen der Fall ist. Dietrich-Schleicher erklärt: „Pflegefachkräfte, die sich auf die Palliativversorgung spezialisieren, könnten somit von der Regelversorgung freigestellt werden. Zusätzliche Kostenbelastungen für Pflegebedürftige und Träger müssen vermieden werden.“
Nach wie vor liegt kein Gesetz zur Suizidprävention vor
„Die Nationale Suizidpräventionsstrategie ist ein erster Schritt – allerdings ist es enttäuschend, dass die Bundesregierung entgegen ihrem Versprechen noch keinen Entwurf für ein Suizidpräventionsgesetz vorgelegt hat“, so die VKAD-Vorsitzende. Der VKAD fordert, die Palliativversorgung in Pflegeheimen nachhaltig zu finanzieren und erfolgreiche Konzepte langfristig zu sichern. „Das müssen uns die Menschen in ihrer letzten Lebensphase wert sein.“
Bildnachweis: Adobe Stock (c) dubova
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