Altenhilfe auf der Überholspur: Pflegekräfte verdienen bei der Caritas am besten
Altenhilfe auf der Überholspur: Pflegekräfte verdienen bei der Caritas am besten
Ein aktueller Vergleich der Caritas-Altenpflege mit anderen Pflegeträgern und Branchen in Deutschland zeigt: Die Caritas behält ihre Spitzenposition in der Vergütung bei. Besonders profitieren Hilfskräfte von den gestiegenen Löhnen.
Berlin, 16. Mai 2024 | Die Publikation des Verbandes katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) vergleicht die Gehälter von Fachkräften, Hilfskräften und Auszubildenden bei der Caritas mit denen anderer Pflegeträger sowie den Löhnen anderer Branchen. Pflegefachkräfte verdienen bei der Caritas in Vollzeit 4.194 Euro im Monat – gut 200 Euro mehr als bei anderen Trägern und sogar mehr als ein Mechatroniker mit 3.874 Euro monatlich.
Hilfskräfte in der Pflege profitieren von Gehaltssteigerung am stärksten
Der Vergütungsabstand der Caritas zur Pflegebranche insgesamt ist auf die höchste Tariferhöhung des Wohlfahrtsverbandes seit 50 Jahren zurückzuführen. Mitarbeitende der Caritas erhalten im Jahr 2024 mehr als 11 Prozent mehr Lohn. Von dieser Steigerung profitieren Hilfskräfte am stärksten. Pflegehilfskräfte ohne Ausbildung verdienen bei der Caritas 3.302 Euro im Monat – über 400 Euro mehr als im Branchendurchschnitt. Pflegehilfskräfte mit einjähriger Ausbildung erhalten mit 3.738 € sogar 850 Euro mehr als der Branchenschnitt.
Auch bei den Ausbildungsvergütungen liegt die Caritas vorn. Eine angehende Pflegefachkraft erhält bei der Caritas schon im ersten Jahr eine tarifliche Ausbildungsvergütung von 1.341 Euro brutto im Monat. Im Mittel über die drei Ausbildungsjahre verdient sie fast 250 Euro mehr als die angehende Fachkraft für Mechatronik und über 100 Euro mehr als der angehende Versicherungskaufmann.
Gute Pflege gibt es nicht zum Nulltarif
Barbara Dietrich-Schleicher, Vorsitzende des Verbandes katholischer Altenhilfe in Deutschland und Co-Autorin der Publikation, kommentiert: „Die allgemeine Wertschätzung der Caritas gegenüber der Pflegearbeit, die sich in dieser Entlohnung widerspiegelt, ist ein wesentlicher Beitrag zur Aufwertung des Pflegeberufs. Auch angesichts des hohen Bedarfs an Nachwuchskräften für die Pflege ist dieser Weg alternativlos. Gute Pflege ist nicht zum Nulltarif zu bekommen.“
Dietrich-Schleicher betont weiter: „Nun sind die Kostenträger, Schiedsstellen und die Politik in der Pflicht, dass die Pflegeversicherung als Sozialversicherung ihrem Namen wieder gerecht wird. Pflegeträger, insbesondere die am Gemeinwohl orientierten, dürfen durch verschleppte Pflegesatzverhandlungen nicht vermehrt zum Fall für den Insolvenzverwalter werden.“
Hintergrund
Der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland, der rund 500 Träger der Langzeitpflege vereint, erhebt regelmäßig mit Unterstützung der Dienstgeberseite der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes die Zahlen zur Entlohnung in der Altenhilfe. Die Daten basieren auf Erhebungen der Caritas Dienstgeberseite, der Bundesagentur für Arbeit und dem Statistischen Bundesamt.
Foto: Adobe Stock, weyo
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