Ehrenamt macht den Unterschied: VKAD zum Internationalen Tag des Ehrenamts
Pressemitteilung
Ehrenamt macht den Unterschied: VKAD zum Internationalen Tag des Ehrenamts
Der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V. betont die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements in Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten für die Lebensgestaltung älterer Menschen. Es braucht eine kontinuierliche und verlässliche Finanzierung für hauptamtliche Positionen, um das Ehrenamt dauerhaft zu stärken und zukunftssicher zu machen.
Berlin/Freiburg, 4. Dezember 2023 | „Ehrenamt ist unverzichtbar für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Das beweisen die Menschen, die regelmäßig in Pflegeeinrichtungen, ambulanten Diensten und Hospizen aktiv sind“, sagt die VKAD-Vorsitzende Barbara Dietrich-Schleicher. „Ihre Besuche, Aktivierungen, Spaziergänge mit älteren Menschen sowie die Unterstützung bei Gemeinschaftsaktivitäten entlasten und schaffen eine Lebensqualität für Pflegebedürftige, die auch für hauptberuflich Mitarbeitende im Alltag oft ein Gewinn ist.“
So wie Meike Elfers, die seit über 12 Jahren ehrenamtlich „Sitztanz und mehr“ im Caritas-Altenzentrum Haus Helena in Hachenburg anbietet: „Es ist jedes Mal für mich einerseits eine Herausforderung und andererseits eine tiefe Freude und Bereicherung, wenn es mir gelingt, die alten Menschen mit meinen Ideen, zum Beispiel der gewählten Musik, zu erreichen: Eine beiderseitige Aktivierung von Körper und Geist gepaart mit viel Freude.“
Ehrenamtliche tragen wesentlich zur Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen bei: „Wir danken allen aktiven Ehrenamtlichen ausdrücklich für ihre wichtige Brückenfunktion in den Diensten und Einrichtungen. Nicht nur Pflegebedürftige profitieren von den Impulsen aus dem Quartier in die Einrichtungen, sondern auch die hauptamtlich Mitarbeitenden“, betont Dietrich-Schleicher.
Weniger Ehrenamtliche seit der Pandemie
In einer Umfrage unter den Mitgliedseinrichtungen und -diensten des Verbandes katholischer Altenhilfe e.V. gaben mehr als 60 % der Befragten an, dass die Zahl der ehrenamtlich Engagierten seit der Corona-Pandemie zurückgegangen sei. Daher wird auf vielfältige Weise versucht, das Ehrenamt wieder für viele Menschen zugänglich zu machen. Weniger als ein Drittel der Befragten gab an, für die Ehrenamtsarbeit eine feste Koordinationsstelle zur Verfügung zu haben. Diese wichtige Position zur Aktivierung und Stärkung des Ehrenamtes ist oft nicht verlässlich refinanziert.
„Die Zahlen sprechen für sich: Um die Menschen, die sich regelmäßig ehrenamtlich engagieren, professionell zu begleiten und zu stärken und gleichzeitig neue Interessierte für das Ehrenamt zu begeistern, braucht es hauptamtliche Stellen“, so Dietrich-Schleicher.
VKAD fordert die Umsetzung der in § 82b SGB XI angelegten gesetzlichen Regelungen zur Unterstützung des Ehrenamts
Derzeit ist die Refinanzierung der Stelle einer Ehrenamtskoordination jedoch ein unübersichtlicher Flickenteppich und wird von den Bundesländern unterschiedlich bis gar nicht geregelt. Der VKAD fordert daher die Länder auf, die gesetzlich verankerte Finanzierung für diese Positionen in den Einrichtungen und Diensten der Langzeitpflege in Umsetzung zu bringen. Dies ist entscheidend, um das Ehrenamt weiter zu fördern und Nachwuchs zu gewinnen.
„Die politisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen stehen in der Verantwortung, die Bedeutung des Ehrenamts zu würdigen und für eine konsequente Umsetzung der gesetzlichen Möglichkeiten zu sorgen. Nur so kann das Ehrenamt dauerhaft gestärkt und die Solidarität in unserer Gesellschaft zukunftsfest gefördert werden“, so die VKAD-Vorsitzende.
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