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Pflegeschulen wirtschaftlich sichern: Finanzierungsdelta verhindern, Sozialarbeit stärken

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VKAD-DEVAP-Pressemitteilung

Pflegeschulen wirtschaftlich sichern: Finanzierungsdelta verhindern, Sozialarbeit stärken

Der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V. (VKAD) und der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP) fordern: Weg von einer monatlichen Pro-Kopf-Finanzierung pro Schüler:in hin zu einer stabilen Kursfinanzierung über die gesamte Ausbildungszeit. Um hohen Abbruchquoten entgegenzuwirken, muss die Schulsozialarbeit ausgebaut werden.

Berlin/Freiburg, 5. Februar 2024 | Die Fachverbände VKAD und DEVAP kritisieren das bestehende Finanzierungssystem von Pflegeschulen. Schulen wird monatlich pro Schüler:in ein fester Betrag aus dem länderspezifischen Ausbildungsfonds erstattet. Brechen jedoch überdurchschnittlich viele Auszubildende die Ausbildung ab, wie dies zuletzt in Nordrhein-Westfalen mit 46 % bestätigt wurde, können Fixkosten, insbesondere die Ausgaben für Lehrpersonal, nicht mehr verlässlich refinanziert werden. Dies schadet vor allem kleinen Pflegeschulen, die häufig keine oder nur geringe Rücklagen haben.

„Pflegeschulen brauchen eine verlässliche Kursfinanzierung über die gesamte Ausbildungsdauer von drei Jahren, anstelle der monatlichen Pro-Kopf-Finanzierung pro Schüler:in. Eine stabile pädagogische Qualität kann – auch angesichts des akuten Mangels an Lehrpersonal – nur so sichergestellt werden. Wir fordern die zuständigen Bundesministerien auf, die Ausbildungsfinanzierungsverordnung entsprechend zu ändern. Für bundesweit gleichwertige Ausbildungschancen sollten die stark variierenden Pauschalen in den einzelnen Bundesländern zudem angeglichen werden“, betont Wilfried Wesemann, Vorsitzender des DEVAP.

Abbruchquoten verringern: Schulsozialarbeit muss aus Ausbildungsfond bezahlt werden

Um den Ausbildungsabbrüchen vorzubeugen, setzen die Verbände auf eine gezielte Stärkung der Schulsozialarbeit. Die Vorsitzende des VKAD, Barbara Dietrich-Schleicher, erklärt: „Schulsozialarbeiter:innen unterstützen Auszubildende nicht nur beim Spracherwerb oder in schwierigen Lebenssituationen, sondern vermitteln auch wichtige Kompetenzen, die sich später im Beruf auszahlen. Die Schulsozialarbeit muss daher auf Pflegeschulen ausgeweitet und über den Ausbildungsfonds refinanziert werden. Lehrer:innen an Pflegeschulen können Maßnahmen sozialer Arbeit auf Dauer nicht nebenher leisten.“

Über DEVAP und VKAD

Die beiden großen kirchlichen Fachverbände für Altenarbeit und Pflege DEVAP und VKAD setzen sich auf Bundesebene seit Jahrzehnten für die Belange der Altenhilfe in Deutschland ein. Die Bundesfach­verbände vertreten über 2.200 stationäre Einrichtungen der Altenhilfe, über 1.500 ambulante gesundheits- und sozial­pflegerische Dienste, rund 180 Pflegeschulen sowie zahlreiche Tagespflegen, Initiativen und Selbsthilfegruppen.


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Pressemitteilung als PDF Dokument

24_02_05_PM_VKAD_DEVAP_Finanzierung der Pflegeschulen PDF | 0.19 MB
Anne Langer
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
030 28 44 47 855
anne.langer@caritas.de
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