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Stand: 25.06.2018

Pressemitteilung

Tag der Pflege

Pflege im Wandel der Zeiten – Antworten auf neue Herausforderungen finden

Pflegeschülerinnen in einer Unterrichtssituation

Dieses Fundament besteht in einer Neugestaltung der Pflegeausbildung.
Aktuell gliedert sich die Ausbildung in drei eigenständige Bereiche. Der an einem Pflegeberuf Interessierte muss sich entscheiden zwischen der Kranken-, der Kinderkranken- und der Altenpflege.

Die Dreigliedrigkeit entwickelte sich mit einigen Vorläufern nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie entsprach den damaligen Bedürfnissen der Gesellschaft. So war die Kinderkrankenpflege über Jahrzehnte hinweg ein Beruf zur Betreuung kranker Kinder primär in den Kinderabteilungen der Krankenhäuser oder in den Kinderkliniken. Die Entwicklung einer eigenständigen Altenpflegeausbildung war der zunehmend außerfamiliär zu leistenden Pflege älterer Menschen geschuldet.

Im Laufe der Jahrzehnte haben sich jedoch die Bedingungen in allen drei Feldern der Pflege von Grund auf geändert. Die Umwälzungen verlangen den heute in der Pflege Tätigen umfangreichere und zu großen Teilen andere Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten ab als in früheren Epochen. So existieren heute ambulante Versorgungs- und Behandlungsmöglichkeiten, die es kranken oder alten Menschen in einem viel größeren Umfang als früher ermöglichen, trotz Handycap zu Hause zu leben. Die moderne Pflegekraft zählt folglich nicht mehr primär die Assistenz des Arztes zu ihren Aufgabenfeldern. Vielmehr muss sie das soziale Umfeld im Blickfeld haben, den Genesungsprozess fördern, präventiv wirken und vieles mehr. All dies muss in einer guten Qualität erfolgen.

Ebenso wird die multidisziplinäre Zusammenarbeit wichtiger. Schließlich benötigen Pflegekräfte in einem Europa ohne Grenzen auch eine internationale berufliche Perspektive. Dazu muss der erworbene Berufsabschluss europaweit und international anerkennungsfähig sein.
Das geplante neue Pflegeberufsgesetz bietet für diese neuen Herausforderungen Lösungen an. Durch die Orientierung des Gesetzesentwurfs am "Deutschen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen" (DQR) bleibt es möglich, sich von der Helferausbildung bis hin zum Hochschulabschluss zu qualifizieren. Der VKAD appelliert eindringlich an alle Akteure, die Pflegenden weiter zu stärken und das geplante Gesetz auf den Weg zu bringen.

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PM 005/ 2016 Pflege im Wandel der Zeiten