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Stand: 25.06.2018

Pressemitteilung

Report Mainz unterstellt, dass schlechte Heime gute Noten bekommen werden

Freiburg, 19.02.2009    „Wie schlechte Heime zu guten Noten kommen“ unter diesem Titel strahlte Report Mainz am 09.02.09 in der ARD einen Beitrag aus.
In dieser Sendung greift u .a. ein Medizinischer Dienst einer Pflegekasse die Kriterien des neuen Prüfbogens, der in Folge des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes eingesetzt wird, an mit dem Hinweis, hiermit könne kein wirklich aussagefähiges Prüfungs-ergebnis dokumentiert werden.
Die Medizinischen Dienste hatten auf die Verhandlung der Prüfkriterien ebenso Einfluss wie die Verbände der freien Wohlfahrts-pflege und andere Beteiligte; von daher ist es sehr befremdlich, wie hier jetzt schon massiv kritisiert wird, bevor überhaupt Prüfberichte nach den neuen Kriterien vorliegen und in einer ausreichenden Zahl veröffentlicht worden sind.
Wir haben als Fachverband der Altenhilfe und Pflege unseren Mitgliedern schon bevor die Prüfberichte verpflichtend gemacht wurden empfohlen, einen freiwilligen Qualitätsbericht zu veröffentlichen.
Was jetzt zwischen Kostenträgern und Leistungserbringern an Prüfkriterien neu ausgehandelt wurde, damit eine sinnvolle Verbraucherinformation entsteht, wurde und wird von uns unterstützt und die Ergebnisse werden natürlich nochmals daraufhin evaluiert werden müssen, ob sie den Anforderungen des Sozialgesetzbuches entsprechen. „Was bezüglich der Aussagefähigkeit der Berichte viele Verbraucher noch nicht wissen und was in der Sendung auch nicht zur Sprache kam“, so Dr. Albert Evertz, stellvertretender Vorsitzender des VKAD: „die Berichte fußen auf unangemeldeten Prüfungen, die nach den Vorstellungen des Gesetzgebers Verschleierungen von schlechter Pflege verhindern sollen. Jetzt schon die Aussagekraft der Berichte in Abrede zu stellen ist unseriös.“
Der VKAD unterstützt die Absicht des Gesetzgebers, die Qualität der Pflege für die pflegebedürftigen Menschen, deren Angehörige und die Öffentlichkeit transparent und nachvollziehbar zu machen.

 

Kontakt:
Dr. Albert Evertz,  Stellvertretender Vorsitzender des VKAD, Telefon: 0221/2010-257
E-Mail: Albert.Evertz@caritasnet.de