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Stand: 07.01.2015

Pressemitteilung

Spar Dich reich - auf dem Rücken der Altenpflegefachkräfte

vier gestapelte Goldbarren© tom-fotolia.com

Dieser schon heute nicht zu rechtfertigende Umstand würde durch die Einführung des neuen generalistischen Pflegeberufes vollends jede Legitimation verlieren. Die durch den  VKAD vertretenen Einrichtungen haben davor jedoch keine Angst. Sie bezahlen bereits heute ihre Fachkräfte der Altenpflege nach Tarif in derselben Höhe wie die Kolleginnen der Krankenpflege. Der VKAD Vorsitzende bedauert, dass offenbar durch die Sorge anderer Einrichtungsträger, ihre Mitarbeitenden in der Altenpflege künftig mit gleichen Tarifen wie sie bereits in der Krankenpflege bezahlt werden, vergüten zu müssen, die  Verabschiedung des Gesetzentwurfs für ein neues Pflegeberufsgesetz ins Stocken geraten ist.

Heil räumt ein, dass in der Altenhilfe, in der die Personalkosten mehr als 80 % des Umsatzes erreichen, hier ein starkes Argument für die Beibehaltung des Status Quo, d.h. getrennter Pflegeausbildungen und unterschiedlicher Abschlüsse, entstehen kann. Dabei übersähen jedoch zahlreiche Marktteilnehmer die auch in ökonomischer Hinsicht positiven Effekte einer gerechten tariflichen Bezahlung aller Pflegeberufe. So stellte unlängst ein Frankfurter Beratungsunternehmen überrascht fest, dass viele Träger der freien Wohlfahrtspflege ihre höheren Personalkosten und somit auch höhere Zuzahlungen der Bewohner sogar in bessere Belegungszahlen umsetzen als mancher private Billigentlohner. Gute Pflege und zufriedene Pflegekräfte sind offenbar einem großen Teil der Bevölkerung etwas wert. Damit tun von Pflege Betroffene  nicht nur sich selbst oder ihren Angehörigen etwas Gutes, sondern auch der Gesellschaft als Ganzes. Wie internationale Vergleichsstudien zeigen, stabilisieren angemessene Pflegelöhne die Sozialsysteme durch höhere Einzahlungen, fördern die Binnenmärkte durch höhere Kaufkraft und sind nicht zuletzt ein wichtiges Instrument gegen die Altersarmut der beruflich Pflegenden.

Die dringend erforderliche und in den vergangenen Monaten durch Wissenschaft und Verbände immer wieder erklärte hohe Bedeutung des Pflegeberufsgesetzes für eine verantwortliche pflegerische Versorgung der Bevölkerung, darf nicht an sachfremden Argumenten scheitern, so Hanno Heil. Vor allem aber, so der Verbandsvorsitzende, darf nicht weiterhin auf dem Rücken der Pflegenden gegen jede pflegewissenschaftliche Vernunft gespart werden.

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IAB - Studie

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neue Studie zum Pflegeheimmarkt

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