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Pressemitteilung

Zu wenig Personal für erweiterte Testpflicht in Altenheimen

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Zu wenig Personal für erweiterte Testpflicht in Altenheimen

VKAD: Sorgen der Einrichtungen müssen beachtet werden. Unterstützung bei der Umsetzung der neuen Corona-Testverordnung nötig.

Berlin/Freiburg, 12.11.2021 | „Häufiges Testen ist in der aktuellen Lage unerlässlich, um Infektionsketten zu durchbrechen und Menschenleben zu schützen. Einrichtungen der Altenhilfebenötigen dabei dringend Unterstützung“, sagt Eva-Maria Güthoff, Vorsitzende des VKAD mit Blick auf die für Herbst und Winter geplante erweiterte Testverordnung in Altenheimen. Demnach sollen Pflegekräfte unabhängig vom Impfstatus mehrmals pro Woche getestet werden. Auch Externe, wie Angehörige oder Dienstleister, müssen sich unabhängig vom Impfstatus vor Betreten der Einrichtungen testen lassen.

„So notwendig die Ausweitung der Testpflicht auch ist, so wenig kann erwartet werden, dass diese von dem Stammpersonal in den Heimen umgesetzt wird. Unsere Mitgliedseinrichtungen haben große Sorgen, dass ohne Hilfe von außen keine Zeit mehr bleibt für die eigentliche Pflege. Jeder Corona-Test beinhaltet Vorbereitung, Durchführung, Wartezeit und Dokumentation. Zu testende Personen sind neben Mitarbeitenden auch Besucher, Dienstleister und externe Therapeuten. Da kommt schnell ein Zeitaufwand von mehr als einer Vollzeitstelle zusammen. Das übersteigt die Kapazitäten um Längen“, so VKAD-Geschäftsführer Andreas Wedeking.

Der VKAD fordert Bund und Länder zu Unterstützung auf: „Die Hilfe der Bundeswehr und der Rettungsdienste sowie der Einsatz Ehrenamtlicher in den zurückliegenden Wintermonaten wurde von unseren Mitgliedseinrichtungen sehr geschätzt. Auch jetzt wird diese Unterstützung wieder dringend benötigt“, erklärt VKAD-Vorsitzende Güthoff. Hilfreich wären ebenfalls kostenfreie Testzentren in der Nähe von Pflegeheimen.

Zudem ist eine Anpassung der Vergütungsverträge hinsichtlich der Testverordnungen notwendig. „Derzeit ist nicht geklärt, wie Einrichtungen die Mehrkosten für Personal nach Auslauf des
Rettungsschirms stemmen sollen. Einrichtungen benötigen Planungssicherheit, um die Kosten in die künftigen Pflegesatzverhandlungen einzupreisen“, erklärt Güthoff.

„Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Einrichtungen nach mehr als anderthalb Jahren Pandemie noch immer auf kurzfristige politische Entscheidungen reagieren müssen. Alle Pflegeeinrichtungen brauchen Kontinuität und Verlässlichkeit und keine schlingernde Pandemiepolitik“, so Wedeking.


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Anne Langer
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
030 28 44 47 855
anne.langer@caritas.de
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